der Beginn einer Geschichte
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Zum einen Ohr rein…und dann bleibt es drin!

"Unsere Band heißt nur deshalb Querfälltein, weil wir eines Tages einem Veranstalter vor einem Auftritt sagen mussten, wie wir denn eigentlich heißen. Und weil wir bis dahin noch keinen Namen hatten, haben wir uns einfach nach dem Album benannt, dass Quichotte und Flo vorher produziert hatten. Denn ein paar Songs von dem Album haben wir mit der Band übernommen.“

Mit diesen Worten beginnt eine Geschichte, die gerade in den Anfängen bestehend massig Potenzial erkennen lässt. Denn nun da sich der Vorhang der Nacht von der Bühne hebt kann das Spiel beginnen, das uns vom Aufstieg einer Band berichtet.

Dieses Drama begann in der goldenen Mitte der Nuller Jahre des neuen Jahrtausends. Ein anhaltender Boom z.T. respektabler Künstler spülte eine massive Welle an Nachwuchs-„Musikern“ an die Promenade des deutschen Charts-St. Tropez und sorgte dafür, dass der Begriff „Gangster“- oder auch in Insiderkreisen als „Straßen“-Rap bezeichnete Nebenarm des Hip-Hop erst als Neue Deutsche Welle und dann als neue deutsche Ebbe empfunden wurde. Nun da selbst renommierte Labels wie etwa Aggro-Berlin ihre Lager dichtmachen und Künstlerlisten abhaken können, beginnt wie so oft der genrespezifische Wandel, die nächste Generation. Hier könnte jetzt die Zeit beginnen für eine Band mit dem Namen Querfälltein.

Dennoch ist dies nicht etwa der Beginn einer kurzen Hoffnung, sondern der seit Jahren währende Einsatz der Musiker, der sie Stück für Stück weiterbringt und die zudem durchaus das Geburtsjahr mit last year’s hope teilen. Aus den in Underground-Kreisen gefeierten Bands Pork oder Crimson Blood entstand der Name der Band eher unbewusst aus einem der auch heute noch maßgeblich beeinflussenden Werke der einen Querfälltein-Frontmann-Hälfte Quichotte in Zusammenarbeit mit dem damaligen Beatbauer und heutigen Gitarristen Flo u.a. mit der Begründung: „Querfälltein passt auch deshalb ziemlich gut zu uns, weil wir eine ziemlich quer-gewürfelte Truppe sind“. So ist auch heute noch der damalige Wahlspruch relevant, der besagt:

"Wir überraschen nun mit einem Projekt im Bereich des deutschsprachigen Sprechgesangs."

Dieser Wahlspruch, der bereits seit dem ersten Auftritt im Dezember 2005 immer wieder beweist, dass er nichts aber auch gar nichts an seiner Aktualität einzubüßen weiß, verschaffte in seiner Umsetzung der seit 2006 in Originalbesetzung bestehenden Band über den Zeitraum von mittlerweile fünf Jahren die Möglichkeit in Eigenregie drei Alben aufzunehmen (Greatest Hits 2007 im S.P. Audiolab/ Alles nur spaß 2009 und Rap’n’Roll 2011 im eigenen Studio), die mit ihren 30 Tracks den Großteil der in den ersten 3 Jahren entstandenen Tracks wiedergeben, sowie die Teilnahme an zahlreichen Konzerten, die sich in den bestehenden Grenzen der deutschsprachigen Region bewegend keine Gelegenheit ausließen sich und ihrem Publikum eine durch die Entladung aller Energie hervorgerufene Euphoriewelle nach der anderen zu liefern, ohne dabei ausschließlich nur den Körper anzusprechen und „kopflos“ zu sein! Das dritte Album dann hingegen sucht und findet sein eigenes Genre im besagten Titel, offenbart gereifte musikalische Fähigkeiten aller Beteiligten und setzt neue bandeigene Maßstäbe sowohl in Produktionsqualität wie auch in der Liveumsetzung des Materials!

Möglich wird dies vor allem durch die textliche Vielfalt der beiden Herren die es sich zur Aufgabe machten jedes SM58 in ihrer Reichweite zu nutzen, um die Botschaft unter das gemeine Volk zu bringen. Da wäre zum einen Quichotte, der eben jene Band gründete um nicht wie viele andere Meister der Zeremonie einen musikalischen Hintergrund für die Ausstellung des eigenen Egos um sich zu versammeln suchte, sondern im Freundeskreis nicht weniger als die Quadratur des Kreises in Angriff nahm und Musiker um sich scharrte, die nicht nur seine Vision von Hip-Hop lebten und liebten, sondern darüber hinaus dem Ganzen einen eigenen Stempel aufdrückten; sprich aus dem Soloprojekt mit Bandhilfe eine Band mit Projekteinflüssen zu machen. Jene Soloprojekte lassen sich derzeit herunterbrechen in Alben wie etwa „Querfälltein“ oder „Der Schöne und die Beats“ sowie Würdigungen durch Künstler wie Torch, Denyo und Clueso bezüglich seines Tracks „Willkommen in Ghana“. Experiment geglückt. Patient lebt. Das dies nicht durch nur einen reimenden Recken geschehen konnte wurde sehr schnell deutlich. Forezt, der in seinem Leben an zahlreichen Mikrofonen bereits Bonusmeilen sammeln konnte, entschied sich dafür Quichottes Rückendeckung zu übernehmen und wuchs über die Zeit zur zweiten besseren Hälfte der vorderen Garde. Seine Kunst ist es der Band immer wieder die sonnigen Seiten aufzuzeigen und so gehen nicht wenige der treffenden Haken (Hooks) oder speziellen teils hintergründigen Textpassagen auf sein Giro.

 

Die instrumentelle Unterstützung in Form von Gitarre, Bass und Schlagzeug mutet klassisch an, bietet im Falle von Querfälltein jedoch für die Band mehr als nur einen Vorteil. Die besondere Klasse der Band zeichnet sich nicht alleine dadurch aus, dass sie aus jeweils fremden, z.T. sogar für den Bereich Hip-Hop als unvereinbar empfundenen Bereichen der musikalischen Sozialisation der Menschheit des 21. Jahrhunderts schöpft, sondern dass sie es immer wieder schafft, ihre z.T. recht gegensätzlich erscheinenden Ansätze auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen und dennoch oder vielleicht auch deswegen Geschichte zu schreiben (so wie jeder andere Mensch auf Erden ebenfalls seinen Teil zur Geschichte der Menschheit beiträgt, wenn jedoch eher unbewusst). Die Bereiche, die bewusst oder vielmehr auch oft als unbewusst ihren Eingang finden werden repräsentiert durch Flo, Rene und Triadé. Flo, seines Zeichens Punk aus einer Lebenshaltung heraus und geprägt durch Lebensgeschichte wie auch Erfahrungen in Underground-Punk-Bands wie etwa PORK, zeichnet oft für die besonders melodischen Parts verantwortlich und hilft Querfälltein auf diese Weise die Popwelt aus ihrem Innersten heraus aus den Angeln zu heben. René sieht sich seinerseits durch eine lang anhaltende Liste renommiertester Funk-Bands sowie diverser Bass-Wunderkinder derart beeinflusst, dass er jedem trockenen A-C-E-Geschrubbel zeigt, wo der Pfeffer wächst, um seine von Musikern wie Nathan Hughes inspirierten Basslinien unter das gemeine Volk zu bringen. Er steht für den inneren Kern der Gruppe, die Reflexion und die Repetition durch ausdauerndes Proben der Setliste. Der rhythmische Rückhalt erfolgt neben René noch durch die Anwesenheit des Fellgerbers, personifiziert von Triadé. Als gescheiterter Metal-Musiker gab er die Hoffnung an bandorientierter Musik nur auf, um durch Querfälltein eine Korrektur seiner Sichtweise zu erfahren. Die durch ihn vorangetragene Einbindung der Double-Bass sorgte für eine zusätzliche Ausweitung des Querfällteinsounds.

Generell bleibt anzumerken, dass der „typische“ Querfälltein-Sound es immer wieder vermag, selbst genrefremde Musikliebhaber (falls es so etwas überhaupt geben kann) derart zu begeistern, dass sie bereits weit mehr als 80 Auftritte in das anschließend gesättigte Volk schickten. Überrascht vom Ausmaß und dem Potenzial dieses Konzepts wurde so hart geprobt, dass mancher Freizeitpunker anderer Bands seinen Job in eben jener an den Nagel und das Sell-out-Schild um unseren Hals gehängt hätte. Durch zahlreiche Nebenprojekte und wahnwitzige Umsetzungen diverser Bierlaunen konnte man aber auch diese Punks bei der Stange halten und als Freunde und Förderer der Band gewinnen. Was diese Gruppe macht, machen tausend andere Bands auch. Sie haben allerdings den Spaß ihres Lebens dabei und wenn es dem Volke gefällt? Who cares. Sie sind ihr bestes Publikum und haben mit ihren unerhört geringen Ansprüchen (solange Bier da ist) schon so manche Eckkneipe vor dem finanziellen Ruin gerettet. An Wochenenden spielten sie entweder für eine Handvoll Kühe vor hundert Flaschen oder für eine Handvoll Flaschen vor hundert Kühen.

Darüber hinaus wurden Querfälltein unter hunderten Bewerbern ausgewählt und von der Volkswagen Soundfoundation zu den Talents 2010 im Bereich Hip Hop ernannt. Auf diesem Weg kamen sie bereits in den Kontakt mit u.a. Alexander Richter (Geschäftsführer Four Artists Booking), Daniel Standke (A&R EMI) und Thorsten Heinze, die der Band eine mitreißende Live-Performance und großes Potential bescheinigen.

Doch jetzt ist es an der Zeit uns auch einen Namen in deinem Ohr zu machen.

Auf Wiederhören!


Gründung: 2005

Mitglieder: Quichotte (Stimme), Forezt (Stimme), Flo (Gitarre), René (Bass), Triadé (Schlagwerk)

Internetpräsenz: myspace.com/querfaellteinband

Email: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Booking: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Mobil: 0160-2515938

Alben: Greatest Hits (2007), Alles nur Spaß (2009)

 

Greatest Hits (2007)

11 Tracks – 34min

Querfälltein Productions

Vertrieb: über die Webseite

 

Alles nur Spaß (2009)

19 Tracks – 53min

Querfälltein Productions

Vertrieb: über die Webseite

 

 

 

 

 

 


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